Generali Sterbegeldversicherung Erfahrungen

Generali Sterbegeldversicherung im TestDie Generali Versicherung ist nach der Allianz die zweitgrößte Versicherungsgruppe auf dem deutschen Markt. Die zahlreichen Tochterunternehmen sind unter dem Dach der Generali Holding AG mit Sitz in Köln organisiert. Zur Unternehmensgruppe gehören u.a. CosmosDirekt, Aachen-Münchner, Advocard und Volksfürsorge.  Die Holding befindet sich wiederum mehrheitlich im Besitz einer italienischen Gruppe.

Unter der Marke Generali selbst werden im deutschen Privatkundengeschäft neben Sterbegeldversicherungen u.a. Sach- und Kfz-Versicherungen, Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen angeboten. Der Vertrieb stützt sich ganz wesentlich auf ein bundesweites Netzwerk von Beratern.

Was kann Ihnen die Generali Sterbegeldversicherung sonst noch bieten? Wir haben alle wichtigen Fakten in unserem Generali Sterbegeldversicherungs Test zusammenfasst!

Inhaltsverzeichnis

  • 1. Pro und Contra im Testbericht
  • 2. Im Überblick: Der Generali Sterbegeld Steckbrief
  • 3. Der Generali Sterbegeld Testbericht
    • Entwicklung der Gesamtverzinsung in den letzten Jahren: Schwächer als der Gesamtmarkt
    • Bruttobeitrag für 5.000 € Versicherungssumme: Ca. 20 € / Optionsabhängig
    • Leistungen während Warte- und Aufbauzeiten: Beitragsrückerstattung auch bei Unfällen
    • Tarifgestaltung: Konzipiert für fast alle Zielgruppen
    • Tarifoptionen und Aktionen: Schutz gegen Unfall und Pflegebedürftigkeit
    • Zusatzleistungen: Flexible Entnahmeoption
    • Versicherungsbedingungen und Gesundheitsfragen: Abhängig vom gewählten Schutz
    • Kundenservice und Internetauftritt: Nichts für Offline-Abstinenzler
    • Sonstiges Produktangebot: Produkte für fast alle Lebenssituationen
    • Tests und Co.: Welche Generali Sterbegeld Erfahrungen hat die Fachpresse gemacht?
  • 4. Fazit zur Generali Sterbegeldversicherung

1. Pro und Contra im Testbericht

Pro

bullet_point_plus Pflegerentenoption: Anspruch auf nachträglichen Abschluss einer Pflegerentenversicherung
bullet_point_plus Versicherung kann bei Wahl der Option bis 82 Jahre und auch nach Eintritt des Pflegefalls abgeschlossen werden
bullet_point_plus Einfache Gesundheitsfragen
bullet_point_plus Optional erweiterter Unfallschutz
bullet_point_plus Drei Jahre Wartezeit
bullet_point_plus Versicherungssummen bis 15.000 €
bullet_point_plus Sofortige Beitragsverrechnung optional
bullet_point_plus Flexible Entnahmeoption

Contra

bullet_point_minus Abschluss nicht online möglich
bullet_point_minus Beiträge zur Pflegeversicherung/Pflegeoption werden während der Wartezeit nicht erstattet

2. Im Überblick: Der Generali Sterbegeld Steckbrief

bullet_point_check Typ: Lebensversicherer
bullet_point_check Anzahl Gesundheitsfragen: keine
bullet_point_check Tarife ohne Gesundheitsfragen: Ja
bullet_point_check Sofortiger Unfallschutz inklusive: Optional, ebenfalls drei Jahre Wartezeit
bullet_point_check Wartezeit: 3 Jahre
bullet_point_check Leistungen während der Wartezeit (exkl. Unfall): Rückzahlung der eingezahlten Beiträge exkl.  Beiträge zu Pflegerentenversicherung und Pflegeoption
bullet_point_check Beitragsberechnung und Abschluss via Internet: nein
bullet_point_check Zusatzleistungen: Pflegeoption, Pflegerentenversicherung
bullet_point_check Kundenservice u. Beratung: telefonisch und vor Ort
bullet_point_check Position als Versicherer: großer Versicherer, unterdurchschnittliche Entwicklung der Überschussbeteiligung

3. Der Generali Sterbegeld Testbericht

generali versicherung bestattung

Entwicklung der Gesamtverzinsung in den letzten Jahren: Schwächer als der Gesamtmarkt

Icon_Content_FazitDie Einzahlungen in Sterbegeldversicherungen werden – unter Abzug der Kosten – dem Vertragskonto des Versicherungsnehmers gutgeschrieben und im Deckungsstock des Versicherers angelegt. Sterbegeldversicherungen sind letztlich Lebensversicherungen mit einigen Besonderheiten, der wesentliche Unterschied besteht im lebenslangen Todesfallschutz und den relativ geringen Versicherungssummen.

Die Gesamtverzinsung einer Lebensversicherung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Der Garantieverzinsung, die für die gesamte Vertragslaufzeit feststeht, der Überschussbeteiligung, die jedes Jahr durch den Versicherer deklariert wird und sich aus den Überschüssen ergibt und dem Schlussbonus, der bei regulärem Ablauf (Auszahlung im Todesfall) gutgeschrieben wird. Die Summe aus Garantieverzinsung und Überschussbeteiligung wird auch als laufende Verzinsung bezeichnet.

Der Garantiezins für im Jahr 2015 abgeschlossene Verträge beträgt 1,25%. Der auch als Höchstrechnungszins bezeichnete Zinssatz war in den vergangenen Jahren mehrfach durch das dafür zuständige Bundesfinanzministerium gesenkt worden. Ursächlich für die stark gesunkene Garantieverzinsung ist die Situation am Anleihemarkt, die sich ebenso auf die Überschussbeteiligung auswirkt.

Lebensversicherer investieren schon allein aus Gründen der regulatorischen Anforderungen hinaus den wesentlichen Teil ihres Deckungsstocks in festverzinsliche Wertpapiere. Deren Renditen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, was sich – mit einiger Zeitverzögerung – auf die Renditen des Deckungsstocks auswirkt. Aus diesem Grund wurde die Überschussbeteiligung bei der Generali ebenso wie bei fast allen Wettbewerbern reduziert. Der laufende Verzinsung fällt allerdings etwas schwächer aus als im Marktdurchschnitt.

So sank die laufende Verzinsung von 3,60% im Jahr 2012 auf 3,50% im Jahr 2013 und 3,15% im Jahr 2014. Für das Jahr 2015 wurde eine laufende Verzinsung von 2,90% und eine Gesamtverzinsung von 3,2% deklariert. Für den Generali Sterbegeldversicherung Test ist das ein Schwachpunkt: Der Branchendurchschnitt für die laufende Verzinsung lag im Jahr 2014 mit 3,4% und im Jahr 2015 mit 3,15% höher als bei den Kölnern.

Für die kommenden Jahre ist nicht mit einer grundlegenden Trendwende an den Anleihemärkten zu rechnen. Ein Anstieg der Renditen dort würde darüber hinaus nicht sofort zu einem deutlichen Anstieg der Überschussbeteiligung der Lebensversicherer führen. Eine stagnierende oder sogar weiter absinkende Gesamtverzinsung ist deshalb sowohl für den Gesamtmarkt als auch für den betrachteten Versicherer wahrscheinlich.

Punkte: 7/10

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Bruttobeitrag für 5.000 € Versicherungssumme: Ca. 20 € / Optionsabhängig

Icon_Content_GebuehrenDie Höhe der Prämien zu einer Sterbegeldversicherung richtet sich nach der Versicherungssumme, dem Eintrittsalter des Versicherungsnehmers, dem Alter der Beitragsfreistellung und den Zugangsvoraussetzungen. Das Generali Sterbegeld ist für einen 50jährigen Neukunden bei Beitragszahlung bis zur Vollendung des 85. Lebensjahres für einen monatlichen Beitrag in der Größenordnung von ca. 20 € erhältlich, wenn eine Versicherungssumme in Höhe von 5.000 € vereinbart wird. Die Höhe der Beiträge hängt im Fall der Generali maßgeblich von den gewählten Zusatzleistungen und Zusatzversicherungen ab: Die Prämien fallen höher aus, wenn die Pflegeoption gewählt und/oder die doppelte Leistung bei Unfalltod vereinbart wird. Der zusätzliche Unfallschutz wird bei der Generali nicht über einen Einschluss des Risikos in die AVB, sondern durch eine Unfalltod-Zusatzversicherung realisiert.

Sterbegeldversicherungen weisen hinsichtlich ihrer Kalkulation eine Besonderheit auf: Der Versicherungsfall tritt bei planmäßigem Verlauf (also ohne Kündigung des Vertrags durch eine Partei) in jedem Fall ein. Bei einer 100prozentigen Eintrittswahrscheinlichkeit und monatlicher Beitragszahlung besteht das Risiko aus Sicht des Versicherers in einem frühen Ableben des Versicherungsnehmers. Je geringer dieses Risiko statistisch ausfällt, desto niedriger ist der monatliche Beitrag, da die kalkulatorischen Gesamteinnahmen höher ausfallen.

Punkte: 8/10

Leistungen während Warte- und Aufbauzeiten: Beitragsrückerstattung auch bei Unfällen

Icon_Content_KuendigungDas Generali Sterbegeld sieht eine dreijährige Wartezeit vor. Tritt der Versicherungsfall während dieser Zeit ein, leistet der Versicherer nicht. Wartezeiten sind bei Sterbegeldversicherungen weit verbreitet und werden durch Versicherer häufig eingesetzt, um Tarife ohne Gesundheitsfragen anbieten zu können. Ein Großteil der potenziellen Interessenten hat bereits ein fortgeschrittenes Lebensalter erreicht und weist dementsprechend eine medizinische Vorgeschichte auf. Gleichzeitig besteht allen Erfahrungen nach in dieser Altersgruppe nur eine geringe Bereitschaft, umfangreiche Fragenkataloge zu beantworten. Die Versicherer versprechen sich deshalb höhere Abschlusszahlen, wenn auf Fragen zu Vorerkrankungen und zum Gesundheitszustand verzichtet wird.

Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen können gleichwohl nicht ohne Wartezeiten angeboten werden. Diese Kombination wäre prädestiniert für Fehlanreize und würde zur vermehrten Aufnahme schlechter Risiken in den Versicherungsbestand führen, da Neukunden im Wissen um einen schlechten Gesundheitszustand gezielt Verträge abschließen könnten. Die im Branchenvergleich mit drei Jahren durchschnittlich angesetzte Wartezeit dient dazu, diese Risiken aus dem Bestand fernzuhalten.

Eine Besonderheit im Test der Generali betrifft die Behandlung von Todesfällen durch Unfälle: Auch hier gilt die dreijährige Wartezeit. Bei den meisten Konkurrenten gilt der Unfallschutz sofort. Das Verfahren bei Eintritt des Versicherungsfalls innerhalb der dreijährigen Wartezeit wird in § 1 der AVB zum Generali Sterbegeld festgelegt:

Stirbt die versicherte Person vor Ablauf von drei Jahren seit Zahlung des Einlösungsbeitrags, so zahlen wir lediglich die bis dahin eingezahlten Beiträge einschließlich der Beiträge für eine etwaige Unfalltod-Zusatzversicherung (ohne Zuschläge) zurück. Zinsen und Beiträge für eine etwaige Pflegerenten-Zusatzversicherung oder eine Option auf späteren Abschluss einer Selbständigen Pflegerentenversicherung ohne Gesundheitsprüfung zahlen wir nicht zurück. Vorhandene Beträge aus der Überschussbeteiligung zahlen wir aus.“

Punkte: 5/10

Tarifgestaltung: Konzipiert für fast alle Zielgruppen

Icon_Content_KonditionenDie Tarifgestaltung wurde vermutlich bewusst auf breite Zielgruppen angelegt. Der Abschluss des Generali Bestattungsgeldes ist für alle im Alter von 15-80 Jahren möglich. Die Beitragszahlung endet grundsätzlich mit der Vollendung des 85. Lebensjahres. Es ist jedoch möglich, ein geringeres Alter der Beitragsfreistellung zu vereinbaren – bei dementsprechend höheren Beiträgen. Diese Option ist z. B. für Versicherungsnehmer relevant, die ihre Ausgabensituation vorausschauend an die geringeren Einkünfte im Ruhestand anpassen um das verfügbare Einkommen in dieser Phase so hoch wie möglich zu halten. Wird die Pflegerentenoption gewählt, endet die Beitragszahlung spätestens mit der Vollendung des 82. Lebensjahres  – und damit auch das Recht, eine Pflegerentenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung abschließen zu können.

Die Bandbreite der wählbaren Versicherungssummen reicht von 3.000 € bis 15.000 € und sollte damit den Bedarf der meisten Versicherungsnehmer abdecken. Die durchschnittlichen Kosten einer Bestattung werden auf ca. 5.000 € geschätzt. Dabei sind allerdings beträchtliche Abweichungen in verschiedenen Regionen und nach Art der gewählten Bestattung zu berücksichtigen.

Die Versicherungsbeiträge können wahlweise monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich entrichtet werden. Ein Pluspunkt im Generali Sterbegeldversicherung Test: Versicherungsnehmer können zwischen einer verzinslichen Anlage und dem sofortigen Beitragsabzug der Überschüsse wählen. Bei der zweiten Variante fällt der monatliche Zahlbeitrag geringer aus. Im Gegenzug steigt die Versicherungsleistung nicht über den vereinbarten Wert hinaus an.

Punkte: 8/10

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Tarifoptionen und Aktionen: Schutz gegen Unfall und Pflegebedürftigkeit

Icon_Content_vorlage_musterDie meisten Versicherer integrieren standardmäßig und ohne Wahlrecht einen zumeist sofort beginnenden Unfallschutz in ihre Tarife. Insbesondere für jüngere Versicherungsnehmer, die über eine private Unfallversicherung verfügen ist das gleichbedeutend mit ineffektiven Zusatzkosten. Die Generali realisiert den nach Ablauf der Wartezeit einsetzenden Unfallschutz über eine Zusatzversicherung, die strikt an die Hauptversicherung gebunden ist.
Screenshot Generali

Das Verhältnis zwischen Haupt- und Zusatzversicherung wird in § 7 (1) der Bedingungen für die erweiterte Unfalltod-Zusatzversicherung festgelegt: „Die Unfalltod-Zusatzversicherung bildet mit der Versicherung, zu der sie abgeschlossen worden ist (Hauptversicherung), eine Einheit; sie kann ohne die Hauptversicherung nicht fortgesetzt werden. Wenn der Versicherungsschutz aus der Hauptversicherung endet, so erlischt auch die Zusatzversicherung.“ Dieselben Grundsätze gelten auch bei Änderungen an der Versicherungssumme.

Unabhängig vom Unfallschutz kann die Option einer selbständigen Pflegerentenzusatzversicherung ausgewählt werden. Die Option räumt dem Versicherungsnehmer das Recht ein, zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft eine Pflegerentenversicherung mit einer monatlichen Leistung von bis zu 2.000 € abzuschließen. Die Option ermöglicht den Abschluss bis zum Alter von 82 Jahren und auch, wenn der Pflegefall zwischenzeitlich eingetreten ist.

In § 1 der Zusatzbedingungen zur Option ist deren Umfang definiert: „Zu dem im Versicherungsschein festgelegten Termin können Sie für die versicherte Person eine zu diesem Termin beginnende, dann von uns angebotene sofort beginnende Pflegerentenversicherung bis zur im Versicherungsschein vereinbarten Höhe abschließen. Maßgeblich ist der dann für die Pflegerenten-Option gültige Pflegerententarif. Die spätere Annahme durch uns als Versicherer erfolgt unabhängig von dem zum festgelegten Zeitpunkt bestehenden Gesundheitszustand der versicherten Person und ist insoweit garantiert.“

Alternativ zur Pflegerentenoption kann eine sofortige Pflegerentenversicherung mit einer monatlichen Leistung von bis zu 4.000 € abgeschlossen werden. Dann sind allerdings Gesundheitsfragen zu beantworten. Der Abschluss der Pflegerentenversicherung stellt somit keine Besonderheit dar, da diese Policen bei entsprechendem Gesundheitszustand auch bei anderen Versicherern erworben werden können. Die Option auf einen späteren Abschluss ist dagegen ausgesprochen nützlich und eignet sich für Versicherungsnehmer ohne bestehenden Pflegeschutz und mit geringem Budget.

Punkte: 10/10

Zusatzleistungen: Flexible Entnahmeoption

Icon_Content_Wechsel_UmzugDie meisten Sterbegeldversicherung sehen die Möglichkeit einer teilweisen Kündigung des Vertrages vor. Das gilt grundsätzlich auch bei der Generali: Die verbleibende Versicherungssumme darf in diesem Fall 3.000 € nicht unterschreiten und die Beiträge werden auf die neue Versicherungssumme zugeschnitten und herabgesetzt. § 10 (5) der AVB sieht jedoch eine weitere Möglichkeit vor, bei der die verbleibende Versicherungssumme geringer ausfallen kann und die Beiträge konstant bleiben:
generali versicherung sterbegeld

„Nach Ablauf von 4 Versicherungsjahren und wenn sich Ihre Versicherung noch in der Ansparphase befindet, haben Sie die Möglichkeit, Ihrer Versicherung jederzeit einen Betrag von mindestens 500 Euro bis zur Höhe Ihres Gesamtguthabens zu entnehmen (Entnahmeoption). Die Entnahme können Sie mit einer Frist von einem Monat zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode schriftlich beantragen. Nach einer Teilentnahme führen wir Ihren Vertrag mit Beiträgen in gleicher Höhe fort, wenn ein Rückkaufswert von mindestens 500 Euro im Vertrag verbleibt. Die versicherten Leistungen sinken durch die Teilentnahme entsprechend. Bei einer vollständigen Entnahme des Gesamtguthabens endet der Vertrag.“

Die Entnahmeoption ist unter zweierlei Gesichtspunkten ein Pluspunkt im Generali Sterbegeldversicherung Test.  Erstens  können Versicherungsnehmer, die sich gegen die sofortige Beitragsverrechnung entschieden haben, im späteren Vertragsverlauf flexibel und unkompliziert auf ggf. nicht benötigte Vertragsguthaben zugreifen. Zweitens sind die Entnahmen mit kurzer Frist verfügbar, so dass Senioren ggf. auftretende finanzielle Engpässe über die Sterbegeldpolice abdecken können.

Punkte: 7/10

Versicherungsbedingungen und Gesundheitsfragen: Abhängig vom gewählten Schutz

Icon_Content_FAQsDie Sterbegeldversicherung sieht keine „konkreten“ Gesundheitsfragen vor, wenn auf die Zusatzoptionen im Bereich der Pflegeversicherung verzichtet wird. Der Abschluss der Pflegerentenoption erfordert allerdings eine Erklärung der versicherten Person im Hinblick auf bisherige Feststellungen zur Pflegebedürftigkeit und vergleichbaren Zuständen. Die Erklärung im Wortlaut:

„Ich versichere, dass ich weder von einem Versicherungsunternehmen noch von einem Sozialversicherungsträger Leistungen wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Erwerbsminderung, Dienstunfähigkeit, Invalidität oder Pflegebedürftigkeit beziehe oder in den zurückliegenden 10 Jahren bezogen oder beantragt habe.“

Der Abschluss einer sofortigen Pflegerentenversicherung erfordert umfangreiche Angaben zum Gesundheitszustand. Der Fragenkatalog umfasst insgesamt zwei allgemeine Fragen und fünf Gesundheitsfragen. Die allgemeinen Fragen zielen auf den bereits bestehenden Versicherungsschutz und bisherige Ablehnungen, Risikozuschläge und Ausschlussklauseln bei anderen Versicherern ab.

Im Rahmen der Gesundheitsfragen müssen Antragsteller Angaben zu Gewicht und Größe und zu Krankenhausaufenthalten während der zurückliegenden fünf Jahre machen. Außerdem sind Angaben zum Gebrauch von Drogen und Betäubungsmitteln innerhalb der letzten fünf Jahre zu machen.

Konkret wird zudem nach folgenden Erkrankungen (Vorabfragezeitraum wiederum fünf Jahre) gefragt: „Lähmungen, Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Herzfehler, Sehstörung, Multiple Sklerose, geistige Entwicklungsstörung, Parkinsonsche Erkrankung, Alzheimersche Erkrankung, Demenz, Epilepsie, Angststörung, Depression, Psychosen, Alkoholabhängigkeit, Tumorleiden, Leukämie, Zuckerkrankheit (Diabetes), Rheuma, Bechterew, Osteoporose, HIV-Infektion und Nierenfunktionsstörung“.

Von den Gesundheitsfragen und der Entnahmeoption abgesehen unterscheiden sich die AVB  von denen anderer Sterbegeldversicherer vor allem durch die Zusatz- und Sonderbedingungen für Unfall- und Pflegeschutz.  Die AVB der Hauptversicherung ist ins 20 Abschnitte untergliedert.

Punkte: 9/10

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Kundenservice und Internetauftritt: Nichts für Offline-Abstinenzler

Icon_Content_VerbrauchertippsAufgrund der Umstände der Versicherungssparte dürfte der Großteil der Kunden, die Erfahrungen mit der Generali Sterbegeldversicherung machen, bereits älteren Semesters sein und mit der persönlichen Beratung durch einen Betreuer vor Ort keine Schwierigkeiten haben. Die Betreuer senden Verträge und Bedingungen auch per E-Mail zu und nehmen ggf. Änderungen daran vor und unterstützen beim Ausfüllen der Formulare. Wer sich zunächst ausführlicher über einzelne Produkte informieren möchte, kann Flyer und weitere Materialien postalisch oder per Mail anfordern.
generali versicherung beratersuche

Jüngere Kunden und alle, die Tarife bevorzugt über das Internet vergleichen, dürften Beitragsrechner auf der Homepage des Versicherers vermissen. Diese ist ohnehin in einzelnen Punkten ausbaufähig. So führt der Weg zu den Versicherungsbedingungen und Antragsformularen nicht selten über an Makler adressierte Unterseiten. Die leicht zugänglichen Produktflyer sind – wie so oft in der Branche – zwar relativ ausführlich, aber in wichtigen Punkten nicht konkret genug.

Der bundesweite, zentrale Kundenservice ist per E-Mail und Telefon erreichbar. Inhaber von Sterbegeldversicherung müssen sich ggf. an die Hotline für Lebensversicherungskunden wenden. Auf die Entwicklung eines vollständigen virtuellen Kundencenters wurde bislang verzichtet. Bestandskunden können Adress- und Bankdaten sowie die Zahlungsweise jedoch über ein Formular im Internet ändern.

Punkte: 5/10

Sonstiges Produktangebot: Produkte für fast alle Lebenssituationen

Icon_Content_ChecklisteDie Generali bietet auch unter ihrer eigenen Marke einen wesentlichen Teil der im Privatkundengeschäft relevanten Sparten an. Zum Produktportfolio zählen die Sparten und Bereiche Altersvorsorge, Berufs- und Erwerbsunfähigkeit, Haftpflichtversicherung, Haus und Wohnen, Hinterbliebenenschutz, Kfz-Versicherung, Krankenvoll- und Zusatzversicherungen, Reiseversicherungen, Rechtsschutzversicherungen, Unfallversicherungen und  – im Bereich der Kapitalanlagen – Investmentfonds.

In vielen Sparten werden Tarife mit unterschiedlichem Leistungsumfang (Basis und Comfort) sowie solche für spezielle Zielgruppen angeboten. In der privaten Unfallversicherung wurden z. B. im Leistungsumfang abweichende Produkte für Kinder, Frauen und Menschen über 50 entworfen.Im Bereich Erwerbs- und Berufsunfähigkeit stehen Produkte mit sehr wenigen Gesundheitsfragen und einem Beitragsrabatt für junge Versicherungsnehmer zur Auswahl. Im Bereich Krankenversicherung werden Produkte der Tochtergesellschaft Central verkauft.

generali produkte

Die über die Kernmarke Central selbst verkauften Produkte werden tendenziell mit dem Attribut besonderer Vertragsgestaltung und/oder persönlicher Betreuung beworben. Den Kampf um die Platzierungen in Prämienvergleichen überlässt Generali dagegen der Tochtergesellschaft CosmosDirekt, die diesbezüglich bei Tests in der Fachpresse immer wieder gut abschneidet.

Punkte: 10/10

Tests und Co.: Welche Generali Sterbegeld Erfahrungen hat die Fachpresse gemacht?

Icon_Content_ZielgruppeDer Generali-Konzern zählt zu den größten Versicherungsgesellschaften in Deutschland und verfügt in fast allen Sparten über eine große Reichweite. Dementsprechend häufig ist das Unternehmen mitsamt seinem Produktsortiment Gegenstand der finanzmedialen Berichterstattung. So hat unter anderem die Stiftung Warentest Erfahrungen mit der Generali Sterbegeldversicherung gemacht und das Produkt anlässlich einer größeren Untersuchung im Jahr 2009 untersucht. Für den damals untersuchten Modellfall eines 45jähriges Versicherungsnehmers (männlich, da 2009 vor Unisex) erreichte der Versicherer in der Platzierung der Verbraucherschützer den 11. von 31. Rängen in der Kategorie „Kosten-Beitrags-Verhältnis“.

Der Versicherer wurde in den letzten Jahren mehrfach in eher allgemeinen Bereichen wie z. B. „Nachhaltigkeit“, „Verantwortungsvolle Unternehmensführung“ und „Finanzstabilität“ ausgezeichnet.

Punkte: 7/10

4. Fazit zur Generali Sterbegeldversicherung

Testsiegel_GeneraliDie Generali Versicherung bietet eine grundständige Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen und mit möglichem Eintrittsalter von 15-80 Jahren an. Die möglichen Versicherungssummen von 3.000-15.000  € reichen für fast alle „Vorhaben“  aus und die Beiträge sind konkurrenzfähig. Der größte Vorzug des Angebots besteht in der Möglichkeit zu einer Pflegeoption, die Versicherungsnehmern bis zum 82. Lebensjahr und sogar bei zwischenzeitlicher Pflegebedürftigkeit den Abschluss einer Pflegerentenversicherung mit bis zu 2.000 € Monatsrente ermöglicht. Ein weiterer Pluspunkt ist die flexible Entnahmeoption. Dass der optionale Unfallschutz erst nach der dreijährigen Wartezeit dürfte für manche dagegen ein Ausschlussgrund sein.

Punkte  gesamt: 76/100

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