Sterbegeld in Testament und Bestattungsverfügung berücksichtigen

19. Oktober 2015

Inhaltsverzeichnis

    • Damit der letzte Wille keine Fragen offen lässt
  • Sterbegeld, Testament und Bestattungsverfügung: Der Tod ist doch planbar
    • Die Vorteile einer zu Lebzeiten geplanten Bestattung
  • Unser großer Sterbegeld Anbieter Vergleich
    • Risiko Bestattungsplanung im Testament
  • Bestattungsverfügung und Bestattungsvollmacht
  • Form und Inhalt einer Bestattungsverfügung
  • Zuverlässige Kostenentlastung durch Sterbegeldversicherung
  • Ansprüche auf Sterbegeld gegen andere Stellen
  • Fazit

Damit der letzte Wille keine Fragen offen lässt

Mit einer Bestattungsverfügung lässt sich die letzte Ehre bis ins Detail planen. Die Verfügung eignet sich besser als Vermerke im Testament, da dieses oft zu spät eröffnet und in allen Details bekannt wird. Mit einer gut geplanten Kombination aus Sterbegeldversicherung und Verfügung werden die Angehörigen seelisch und finanziell bestmöglich entlastet.

Sterbegeld, Testament und Bestattungsverfügung: Der Tod ist doch planbar

bullet_point_check Sterbegeldversicherung deckt Kosten einer Bestattung ab
bullet_point_check Bestattungsverfügung regelt Ablauf der Beisetzung bis ins Detail
bullet_point_check Testament wird häufig erst nach Beisetzung eröffnet
bullet_point_check Gute Planung entlastet Hinterbliebene seelisch und finanziell

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Die Vorteile einer zu Lebzeiten geplanten Bestattung

monuta_bestattungsplanung

Wer sich um seine Bestattung zu Lebzeiten nicht kümmert, überlässt den Angehörigen eine große und mitunter unangenehme Aufgabe – und das ausgerechnet in einer von Trauer überzeichneten Zeit. Die Angehörigen müssen die Beisetzung in allen Details planen und werden dabei in der Regel versuchen, sich die Wünsche des Verstorbenen für diesen Anlass auszumalen. Wurde das Thema zu Lebzeiten nicht angeschnitten, müssen die Angehörigen im Sinne des Verstorbenen eine Menge Fragen beantworten, etwa:

  • Wo soll die Beisetzung stattfinden? Im Grab mit dem mittlerweile verstorbenen Ehepartner oder in der eigentlichen Heimat?
  • Ist eine Erd- oder Feuerbestattung gewünscht? („Ausgefallene“ Wünsche wie See- oder Diamantbestattung sollten zwecks Realisierung unbedingt zu Lebzeiten artikuliert werden!)
  • Wer soll die Trauerrede halten (weltlicher oder geistlicher Redner)? Was soll darin vorkommen?
  • Wie soll das Grab geschmückt werden?
  • Wer ist zur Trauerfeier einzuladen (und wer ggf. nicht?)
  • Welcher Kostenrahmen ist angemessen?

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Risiko Bestattungsplanung im Testament

Icon_Content_ZielgruppeViele derer, die sich zu Lebzeiten Gedanken über ihr eigenes letztes Geleit machen, könnten eine Festlegung der Zeremonie im Rahmen des Testaments in Erwägung ziehen. Davon ist dringend abzuraten: Bis das Testament eröffnet wird, ist die Beerdigung in aller Regel vorbei. Testamentarische Fragen stehen in den ersten Tagen nach dem Tod nicht auf der Tagesordnung: Es sind Gespräche mit dem Bestatter zu führen, Anzeigen und Trauerkarten zu organisieren und eine Räumlichkeit für den Beerdigungskaffee zu organisieren. Gleichzeitig muss ein Trauerredner organisiert und mit den notwendigen Informationen über das Leben des Verstorbenen versorgt werden. Besser geeignet als das Testament ist deshalb eine Beerdigungsverfügung, die mit einer Bestattungsvollmacht kombiniert werden kann.

Bestattungsverfügung und Bestattungsvollmacht

Icon_Content_ChecklisteMit einer Bestattungsverfügung wird zu Lebzeiten festgelegt, wie nach dem Tod mit dem eigenen Leichnam verfahren werden soll. Mit einer Bestattungsvollmacht wird festgelegt, wer die Durchführung zu veranlassen hat.

Die Verfügung sollte mit Kenntnis von Angehörigen verfasst werden. Erstens sollten diese wissen, wer für die Durchführung der Bestattung verantwortlich ist – schließlich muss diese Partei auch zuverlässig und rechtzeitig über den Tod informiert werden. Zweitens – das gilt, wenn eine besondere Bestattungsform ohne Grabstätte gewählt wird – sollte mit den Angehörigen eine Regelung für eine Trauerstätte getroffen werden.

Bestattungsverfügung- und Vollmacht bedürfen keiner besonderen Form, sollten aber schriftlich festgehalten und dem Verstorbenen zweifelsfrei zuzuordnen sein. Deshalb sollten Ort und Datum der Erstellung und die vollständigen Personenstammdaten inklusive Geburtsdatum und Geburtsort sowie ggf. Mädchenname vermerkt sein.

In der Verfügung wird festgelegt, wo (auf welchem Friedhof oder ggf. in welche  Ort, welcher Region etc.) die Bestattung erfolgen soll. Wird ein Ort weit entfernt vom sozialen Mittelpunkt am Ende des Lebens gewählt, sollten die Angehörigen darüber unbedingt frühzeitig informiert werden.

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Form und Inhalt einer Bestattungsverfügung

patientenverfuegung
In der Verfügung kann ferner bestimmt werden, ob und in welcher Art und Weise eine Trauerfeier durchzuführen ist.Dabei kann z. B.auch das gewünschte Restaurant ausgewählt werden. Im Rahmen der Verfügung sollten Angehörige ggf. auf die Existenz einer Sterbegeldversicherung aufmerksam gemacht werden. Grundsätzlich müssen die Erben die Kosten einer Bestattung auch dann tragen, wenn eine Dritte, nicht dem Kreis der Erben zuzurechnende Person mit der Durchführung beauftragt wird. Diese Person kann von den Erben dann Ersatz bzw. die Vorleistung der benötigten Kosten verlangen. Wird im Rahmen einer Verfügung eine dritte Person – z. B. ein Bestattungsinstitut – mit der Durchführung beauftragt und vorab dafür bezahlt, besitzen die Erben gegen das Institut einen entsprechenden Anspruch, der Bestandteil der Erbmasse ist.

Im Rahmen der Bestattungsverfügung bietet sich die Anfertigung eines Ordners mit allen für Hinterbliebene relevanten Dokumenten – Versicherungsschein, Geburtsurkunde, Familienstammbuch, Bestattungsvollmacht, Bankvollmachten etc. an. Einige Sterbegeldversicherungen stellen ihren Kunden vorgefertigte Ordner zu diesen Zwecken zur Verfügung.

Zuverlässige Kostenentlastung durch Sterbegeldversicherung

Icon_Content_VorsorgeBei der Planung der Bestattung sollte der finanzielle Aufwand abgeschätzt werden. Lässt sich absehen, dass dieser nicht aus der Erbmasse gedeckt werden kann, sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden: Die Angehörigen sollten keinesfalls mit der Forderung nach einer teuren Bestattung auf eigene Kosten belastet werden. Verlangt werden kann dies ohne Vorkehrungen ohnehin nur im Rahmen des Testaments  – die Durchführung der Bestattung nach Wunsch stellt dann eine Auflage an die Erben dar. Wird kein oder nur ein sehr geringes Vermögen hinterlassen, könnte das Erbe ausgeschlagen und die Bestattung in einem anderen Umfang durchgeführt werden. Das ist für alle Beteiligten eine ausgesprochen unangenehme Vorstellung.

Im Idealfall wird eine Bestattungsverfügung deshalb mit einer Sterbegeldversicherung oder einem Treuhandkonto für den Beauftragten kombiniert. Steht genügend Geld zur Verfügung, kann das bevollmächtigte Bestattungsinstitut über den Umweg eines Treuhänders sofort ausgezahlt werden. Muss das für die Bestattung benötigte Geld zunächst angespart werden und soll das Risiko eines zwischenzeitlichen Todes abgedeckt werden, bietet sich eine Sterbegeldversicherung an. Der Bevollmächtigte kann dann unwiderruflich als Begünstigter der Police eingesetzt werden. Das ist ggf. auch unter dem Gesichtspunkt der Pfändbarkeit sinnvoll.

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Ansprüche auf Sterbegeld gegen andere Stellen

Die Angehörigen sollten über alle möglichen Ansprüche auf Sterbegeld informiert werden. So zahlen einige Gewerkschaften ihren Mitgliedern Sterbegeld – langjährige Mitglieder der IG Metall können z. B. 1000 € und mehr erhalten. Beamte erhalten in der Regel zwei Monatsbezüge. Ist der Verstorbene durch einen Unfall zu Tode gekommen, bestehen mitunter Ansprüche gegen die gesetzliche Unfallversicherung oder gegen private Versicherungen. Krankenversicherungen – egal ob gesetzlich oder privat – zahlen dagegen ebenso kein Sterbegeld wie die meisten Arbeitgeber – Ausnahmen finden sich primär im öffentlichen Dienst und in der Getränke- und Brauereiwirtschaft.

Fazit

Icon_Content_FazitMit einer Bestattungsverfügung lassen sich alle Details der eigenen Beisetzung zu Lebzeiten und in Absprache mit den Angehörigen regeln – vom Bestattungsort bis zur Gästeliste. Die Verfügung eignet sich dazu besser als Hinweise im Testament, das fast immer zu spät eröffnet wird um in der Kürze der Zeit zur Verfügung zu stehen. Mit einer Vollmacht kann eine dritte, natürliche oder juristische Person mit der Durchführung der Bestattung beauftragt werden. Im Idealfall werden die benötigten Finanzmittel mittels Treuhandkonto oder Abtretung einer Sterbegeldversicherung noch zu Lebzeiten zur Verfügung gestellt.