Sterbegeld – Verantwortung gegenüber den Angehörigen

12. September 2016

Sterbegeldversicherungen stehen seit einigen Jahren wieder verstärkt im Fokus der Verbraucher. Der Wegfall des Sterbegeldes durch die Ersatzkassen hat zwar aufgrund der geringen Summe kein großes Loch in die Haushaltskassen der Menschen gerissen, war aber ein Signal. Beisetzungen sind teuer. In Deutschland besteht eine Beerdigungspflicht. Verantwortlich für die Kosten sind, unabhängig von der Erbfolge, die nächsten Angehörigen.

Inhaltsverzeichnis

  • Kosten werden häufig unterschätzt
  • Vorsorgevollmachten nehmen Entscheidungen vorweg
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Kosten werden häufig unterschätzt

Die Kosten für Beisetzungen werden häufig unterschätzt. Die wenigsten Menschen wissen, dass Beträge ab 3.000 Euro gerade für ein einfachstes Begräbnis ausreichen. Aufwendungen zwischen 8.000 Euro und 12.000 Euro sind keine Seltenheit. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass eine Sterbegeldversicherung keine exotische Absicherung darstellt, sondern eine echte Hinterbliebenenabsicherung. Für Familien stellt der Verlust eines nahen Angehörigen eine Stresssituation dar. Neben der emotionalen Belastung kommt für viele Menschen dann in Zusammenhang mit der Beisetzung auch noch eine finanzielle Belastung zu. Häufig ist ein Todesfall dann mit einer Kreditaufnahme verbunden. Statistiken zeigen, dass die Zahl der Beisetzungen, die von den Sozialbehörden finanziert werden müssen, kontinuierlich steigen. Sterbegeldversicherungen vermeiden zumindest diese wirtschaftliche Belastung. Die Volumina für Sterbegeldversicherungen sind auf 25.000 Euro maximiert. Dies gilt auch, wenn auf die versicherte Person verschiedene Verträge abgeschlossen sind. Sterbegeldversicherungen sind aber nicht der einzige Baustein für eine umfassende Vorsorge.

Vorsorgevollmachten nehmen Entscheidungen vorweg

Zu einer umfassenden Todesfallvorsorge gehört aber nicht nur eine Sterbegeldversicherung als finanzielles Polster. Vorsorgevollmachten oder Patientenverfügungen helfen, die Familienangehörigen von Entscheidungen freizustellen, die beispielsweise das Abschalten von lebenserhaltenden Maschinen bedeuten. Neben der Existenz dieser Vollmacht ist ein Testament ebenfalls sinnvoll. Niemand beschäftigt sich gerne mit seinem Tod. Wer seinen Hinterbliebenen jedoch alles für den Fall des eigenen Ablebens geregelt hinterlässt, erspart ihnen viele zusätzliche unschöne Momente. Viele Sterbegeldversicherer bieten hier umfangreiche Unterstützung. Diese reicht von dem Bereitstellen notwendiger Formulare über Beratung bis hin zur Abwicklung der kompletten Beerdigung. Durch Kooperationen mit Bestattern bieten sie den versicherten Personen schon zu Lebzeiten den Ablauf und die Ausgestaltung der Beisetzung. Auch dieser Umstand kann für die Familienangehörigen eine wesentliche Entlastung bedeuten.

Sterbegeldversicherungen sind nur noch in Ausnahmefällen eine reine Versicherungspolice analog zu einer Lebensversicherung. Gute Anbieter stellen komplette Servicepakete rund um das Thema „Todesfall“ bereit. Was sich makaber anhört, ist nichts anderes als eine Dienstleistung, welche der „Betroffene“ selbst definiert, ohne seine Angehörigen damit zu belasten. Tatsache ist, früher oder später muss diese Dienstleistung wahrgenommen werden. Positiv ist es doch, dass man selbst Art und Umfang im Vorfeld selbst bestimmen kann.