Was deckt eine Sterbegeldversicherung ab?

19. Oktober 2015

Inhaltsverzeichnis

    • Leistungen für das letzte Geleit
  • Was wird durch eine Sterbegeldversicherung abgedeckt?
  • Der Versicherungsfall ist der Fall der Fälle
  • Wer die Auszahlung erhält, bestimmt der Versicherungsnehmer
  • Die Kosten einer Beerdigung richten sich nach dem „Rahmenprogramm“
  • Allgemeine Preissteigerung sollte berücksichtigt werden
  • Steigende Preise: Was deckt eine Sterbegeldversicherung in Zukunft ab?
  • Familiengräber kosten mehr
  • Die laufenden Kosten einer Grabstätte können mit abgedeckt werden
  • Rabatte durch Kombination von Versicherung und Bestattungsvertrag sind möglich
  • Fazit

Leistungen für das letzte Geleit

Mit dem Abschluss einer Sterbegeldpolice sollten die Angehörigen für den Fall der Fälle gegen hohe Bestattungskosten abgesichert sein. Voraussetzung ist eine sorgfältig kalkulierte Versicherungssumme: Wer ein großzügiges Begräbnis plant oder die Erbmasse etwas aufstocken möchte, muss auch für den Versicherungsschutz etwas tiefer in die Tasche greifen. Darüber hinaus kann es sich anbieten, die spätere Zusammenlegung einzelner Grabstätten zu einem Familiengrab frühzeitig zu planen.

Was wird durch eine Sterbegeldversicherung abgedeckt?

bullet_point_check Der Versicherungsfall entspricht dem Tod des Versicherungsnehmers
bullet_point_check Die Versicherungssumme zzgl. angelaufener Überschüsse wird an den Begünstigten ausgezahlt
bullet_point_check Die Versicherungssumme sollte hinreichend groß kalkuliert werden
bullet_point_check Auch Bestattungsdienstleistungen unterliegen der Inflation

Werden Hinterbliebenen als Begünstigte der Sterbegeldversicherung eingetragen, können diese über die Versicherungssumme grundsätzlich frei verfügen, es sei denn, innerhalb der Familie wurde vertraglich vereinbart dass der begünstigte die Kosten der Bestattung allein trägt und die Sterbegeldversicherung ausschließlich zu diesem Zweck einsetzt.

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Der Versicherungsfall ist der Fall der Fälle

Läuft eine Sterbegeldversicherung planmäßig ab, wird die Versicherungssumme nach dem Tod des Versicherungsnehmers ausgezahlt. Legt der Versicherungsnehmer nichts anderes fest, erfolgt die Auszahlung an ihn selbst: Das ist bei Sterbegeldversicherungen gleichbedeutend mit dem Einfließen der Versicherungssumme in die Erbmasse. Es gibt allerdings Ausnahmen: Bei einigen Versicherern ist für ein bestimmtes Lebensalter eine Auszahlung an den Versicherungsnehmer selbst noch zu dessen Lebzeiten vorgesehen. Dass es etwa im Alter von 98 oder 102 der Fall.monuta_haeufig-gestellte-fragen

 

Das Leistungsprofil einer Sterbegeldversicherung ist damit denkbar einfach. Die Versicherer zahlt, wenn der Versicherungsnehmer verstirbt. Das gilt allerdings mit einigen Einschränkungen: der Versicherer muss nicht zahlen, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb einer vertraglich vereinbarten Wartezeit verstirbt.

Darüber hinaus kann der Versicherer die Leistung verweigern, wenn der Versicherungsnehmer sich den Zugang zum Versicherungsschutz durch falsche Angaben zu seinem Gesundheitszustand arglistig erschlichen oder die Zusage zum Vertragsabschluss durch den Versicherer durch Falschangaben grob fahrlässig herbeigeführt hat.

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Wer die Auszahlung erhält, bestimmt der Versicherungsnehmer

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Der Versichererungsnehmer kann selbst bestimmen, wer die Auszahlung erhält. Erfolgt die Auszahlung nach dem Eintritt des Versicherungsfalls, bleibt sie steuerfrei – allerdings können Erbschafts- und Schenkungsteuer anfallen. Mit Erbschafts- und Schenkungsteuer ist insbesondere bei nicht verwandten Begünstigten zu rechnen, da hier die durch den Gesetzgeber eingeräumten Freibeträge sehr viel geringer ausfallen als bei innerfamiliären Erbschaften.

Der Versicherungsnehmer kann auf die Durchführung seiner eigenen Bestattung Einfluss nehmen, indem das Rahmenprogramm testamentarisch festgelegt wird. Es nicht zwingend notwendig, Verwandte oder Freunde als Begünstigte der Sterbegeldversicherung einzutragen. Ebenso können Bestattungsdienstleister als Empfänger der Versicherungssumme vermerkt werden. Die Auszahlung erfolgt dann zweckgebunden im Rahmen des zwischen dem Versicherungsnehmer oder Bestattungsdienstleister geschlossenen Vertrages.

Die Kosten einer Beerdigung richten sich nach dem „Rahmenprogramm“

Der Sterbegeldversicherer haftet nicht für die Durchführung einer Bestattungszeremonie nach Wunsch, sondern ist nach der Auszahlung der Versicherungssumme bzw. des gesamten Vertragsguthabens von weiteren Verpflichtungen befreit. Ob die Leistung einer Sterbegeldversicherung für die gewünschte Bestattungsform ausreicht, hängt deshalb ausschließlich von der Höhe der Versicherungssumme und den Kosten der geplanten Zeremonie ab.

bestattungskosten
Die Kosten einer Bestattung richten sich ganz wesentlich nach dem Rahmenprogramm.  Sehr günstige Beisetzungen sind ab ca. 1500-2000 € zuzüglich Friedhofsgebühren erhältlich, teure Zeremonien können Beträge im mittleren fünfstelligen Bereich verschlingen. Erdbestattungen sind teurer als freie Bestattungen, große Grabmale kosten mehr als kleine und schlichte, Grabschmuck kann bescheiden oder üppig angewandt werden. Auch die Kosten für die Trauerfeier und den Beerdigungskaffee richten sich maßgeblich nach dem gebuchten Programm.

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Allgemeine Preissteigerung sollte berücksichtigt werden

Icon_Content_GebuehrenVor allem wenn zwischen dem Abschluss der Sterbegeldversicherung und dem Eintritt des Versicherungsfalls absehbar noch ein sehr langer Zeitraum vergeht, sollten Versicherungsnehmer die allgemeine Preissteigerung berücksichtigen. Die Verbraucherpreise steigen pro Jahr in der Regel um 1-3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise für Bestattungen sind ebenfalls einer ständigen Inflation unterworfen, die sogar noch etwas höher liegen kann als bei den sehr viel breiter gefassten Verbraucherpreisindices.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Angehörigen gegen eine faktische Unterversicherung durch zwischenzeitliche Preissteigerungen abzusichern. Erstens kann ein Bestattungsvertrag mit Preisgarantie abgeschlossen werden, der den Bestatter zur Durchführung der Zeremonie im vereinbarten Rahmen verpflichtet. In der Regel wird der Bestatter bereits vor Abschluss des Vertrages einen Preisaufschlag verlangen und die mögliche Inflation einkalkulieren.

Steigende Preise: Was deckt eine Sterbegeldversicherung in Zukunft ab?

Icon_Content_SicherheitDie zweite Möglichkeit besteht im Verzicht auf die laufende Verrechnung der Überschussbeteiligung. Viele Versicherer werben mit optisch günstigen Prämien zu Sterbegeldversicherungen, bei denen die Überschussanteile sofort mit den Tarifbeiträgen verrechnet werden, woraus ein geringerer Zahlbeitrag resultiert. Die Ablaufleistung der Versicherung übersteigt dann jedoch  die garantierte Versicherungssumme allenfalls unwesentlich, was bei einer Ansammlung der Überschussbeteiligung auf dem Vertragskonto der Fall wäre. Die Überschussbeteiligung kann als Inflationsschutz dienen, da sie kurzfristig übliche Inflationsraten abdeckt und langfristig positiv mit der Inflationsrate korreliert sein sollte.

Familiengräber kosten mehr

Versicherungsnehmer sollen eine Sterbegeldversicherung nicht im „stillen Kämmerlein“ abschließen, sondern zunächst im Kreis der Familie das Gespräch über Art und Umfang der Bestattung suchen. Es ist für alle Beteiligten ausgesprochen vorteilhaft, wenn frühzeitig Wünsche in dieser Hinsicht geäußert werden. Dadurch können die Hinterbliebenen sicher sein, die Durchführung der Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu vollziehen. Versicherungsnehmer können noch zu Lebzeiten festlegen, wie genau das letzte Geleit gestaltet werden soll.

Insbesondere sollte im kleinen Kreis der Familie auch erörtert werden, ob die Anlage eines Familiengrabes erwünscht und sinnvoll ist. Dann muss die Versicherungssumme möglicherweise höher angesetzt werden, wenn der Versicherungsnehmer der erste Nutzer dieses Familiengrabes ist. Dessen Anlage kostet deutlich mehr als die Anlage eines einzelnen Grabes.
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Die Anlage eines Familiengrabes ist nur sinnvoll, wenn auch andere Angehörige ihre letzte Ruhestätte darin vorfinden möchten. Dabei müssen Geburtsort und Lebensweg der einzelnen Beteiligten ebenso berücksichtigt werden wie mögliche Sonderwünsche im Hinblick auf die Bestattung – etwa See- oder Himmelbestattung.

Wird ein Familiengrab gewünscht, kann es im Beisein aller Beteiligten geplant werden. So können etwa die Nutzungsrechte für eine Grabstätte unter einem großen Baum für mehrere Jahrzehnte erworben werden. Familiengräber ermöglichen es, mehrere Generationen an einer Grabstätte zu vereinigen.

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Die laufenden Kosten einer Grabstätte können mit abgedeckt werden

Bei der Kalkulation der Beerdigungskosten können auch die laufenden Kosten der Grabstätte abgedeckt werden. Auch nach der Beisetzung fallen für die Grabpflege und weitere Leistungen laufende Gebühren an. Wird die Versicherungssumme entsprechend hoch angesetzt, können die Angehörigen auch von dieser Belastung befreit werden. Auch hier gilt, dass mit einer realistischen jährlichen Preissteigerung kalkuliert werden sollte.

Rabatte durch Kombination von Versicherung und Bestattungsvertrag sind möglich

Ist das Geld knapp und/oder ist nicht sichergestellt dass die Angehörigen die Bestattung im gewünschten Rahmen durchführen werden (was etwa der Fall ist wenn die Angehörigen selbst bereits im Pflegeheim leben, kann die Sterbegeldversicherung mit einem Bestattungsvertrag kombiniert werden. Einige Sterbegeldversicherungen unterhalten Kooperationen mit Bestattungsdienstleistern und räumen bei Kombiverträgen sogar Preisnachlässe und/oder Preisgarantien hinein.

Fazit

Icon_Content_FazitWas deckt eine Sterbegeldversicherung ab? Eine Sterbegeldversicherung zahlt im Todesfall eine festgelegte Summe an die Hinterbliebenen bzw. den im Vertrag eingetragenen Begünstigten aus. Wird die Versicherungssumme angemessen kalkuliert, können damit die Beerdigungskosten vollständig abgedeckt werden. Im besten Fall lassen sich mit der Auszahlung auch die späteren laufenden Kosten der Grabpflege finanzieren. Bei der Kalkulation der Versicherungssumme sollten Preissteigerungen berücksichtigt werden. Das gilt insbesondere, wenn die sofortige Verrechnung der Überschussbeteiligungen vereinbart wird.

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