Sterbegeldversicherung Vergleichsrechner – zum Sterbegeld Preisvergleich

19. Oktober 2015

Inhaltsverzeichnis

    • Was Rechentools verraten – und was nicht
  • Sterbegeldpolicen: So werden Vergleichsrechner optimal eingesetzt
  • Bruttobeiträge oder Nettobeiträge vergleichen?
  • Vergleich von Tarifen mit und ohne Gesundheitsfragen nur separat sinnvoll?
  • Wie werden Wartezeiten im Vergleich berücksichtigt?
  • Welche Besonderheiten einzelner Versicherer erschweren den Vergleich?
  • Wie können Überschussbeteiligungen und Schlussboni prognostiziert werden?
  • Wie lassen sich Zusatzleistungen in den Vergleich einbeziehen?
  • Fazit

Was Rechentools verraten – und was nicht

Vergleichsrechner ermöglichen die gezielte Suche nach einem möglichst günstigen Sterbegeldvertrag unter Berücksichtigung der persönlichen Ausgangslage. Ein qualifizierter Sterbegeld Preisvergleich berücksichtigt neben dem Bruttobeitrag auch Wartezeiten, die Anforderungen der Gesundheitsfragen, die Ertragsposition des Versicherers und feilgebotene Zusatzleistungen.

Sterbegeldpolicen: So werden Vergleichsrechner optimal eingesetzt

bullet_point_check Brutto- statt Nettobeiträge vergleichen
bullet_point_check Tarife mit und ohne Gesundheitsfragen separat betrachten bzw. gezielt auswählen
bullet_point_check Wartezeiten mit eingeschränktem Schutz berücksichtigen
bullet_point_check Ertragsposition d. Versicherers und Zusatzleistungen einbeziehen

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Ein Sterbegeld Vergleichsrechner führt nicht automatisch zum optimalen Vertrag: Damit Preise und Leistungen bestmöglich zu den eigenen Vorstellungen passen, muss der Markt in mehreren Schritten durchleuchtet werden. Angehende Versicherungsnehmer sollten sich über einige Tarifmerkmale schon vor dem Vergleich im Klaren sein.

Bruttobeiträge oder Nettobeiträge vergleichen?

Die meisten Sterbegeldversicherung Vergleichsrechner listen Policen absteigend nach dem durch den Versicherer angegebenen Nettobeitrag auf. Versicherungen mit einem niedrigen Nettobeitrag werden somit in den Vergleichsranglisten prominent platziert, während Angebote mit einem höheren laufenden Beitrag weniger gut sichtbar sind. Es ist allerdings nicht ganz unproblematisch, Sterbegeldversicherungen anhand des Nettobeitrags zu vergleichen. Der Nettobeitrag versteht sich als Bruttobeitrag abzüglich der sofort verrrechneten Überschussbeteiligung. Die Überschussbeteiligung ist jedoch nicht garantiert und kann im Zeitverlauf deutlich sinken. Dann steigt die effektive monatliche Belastung des Versicherungsnehmers an.

trauerfall-vorsorge

Es empfiehlt sich, Versicherungen anhand der Bruttobeiträge zu vergleichen, da ausschließlich die Bruttobeiträge alle Kosten enthalten. Darüber hinaus sollten Versicherungsnehmer nicht automatisch eine sofortige Beitragsverrechnung vereinbaren. Vor allem bei einem langfristigen Planungshorizont kann es sich lohnen, die gutgeschrieben Überschussbeteiligung auf dem Vertragskonto ansammeln zu lassen. Die Überschussbeteiligung wirkt dann wie ein Inflationsschutz: Schließlich werden auch Bestattungsdienstleistungen im Zeitverlauf teurer.

Ein Tipp: Bei den meisten Versicherern bestehen Wahlmöglichkeiten zwischen monatlicher, quartalsweise, halbjährlicher und jährlicher Zahlungsweise. Je größer das Zahlungsintervall, desto niedriger ist in der Regel der Beitrag, da der Verwaltungsaufwand des Versicherers bei weniger Buchungen reduziert wird. Es empfiehlt sich deshalb, eine jährliche Zahlungsweise zu vereinbaren. Fast alle Sterbegeldversicherungen buchen die Prämien im SEPA-Lastschriftverfahren ab. Im Idealfall ermöglicht ein Rechentool im Sterbegeldversicherung Preisvergleich die Berücksichtigung unterschiedlicher Zahlungsintervalle.

Alle wichtigen Sterbegeld Anbieter im Vergleich

Vergleich von Tarifen mit und ohne Gesundheitsfragen nur separat sinnvoll?

Eine sehr viel größere Problemstellung als die Unterscheidung zwischen Brutto- und Nettobeiträgen betrifft Tarifmerkmale wie die Gesundheitsprüfung. Bei vielen, aber längst nicht allen Vergleichsrechnern besteht die Möglichkeit, ausschließlich Tarife ohne Gesundheitsfragen zu berücksichtigen. Diese sind zumeist mit höheren Beiträgen und weiteren Einschränkungen wie zum Beispiel Wartezeiten verbunden, können aber auch durch Verbraucher mit medizinischer Vorgeschichte abgeschlossen werden.


Problematisch ist der Vergleich von Tarifen mit und ohne Gesundheitsfragen. Die Tarife mit strenger Gesundheitsprüfung sollten im Vergleich der Prämien signifikant günstiger sein und auch im Hinblick auf Wartezeiten bessere Bedingungen bieten. Hat ein Versicherungsnehmer aufgrund eines guten Gesundheitszustandes die Wahl zwischen Tarifen mit und ohne Gesundheitsfragen, empfehlen Verbraucherschützer üblicherweise den Abschluss eines Tarifs mit Fragen. Allerdings können schon vermeintlich kleine Gedächtnislücken eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht darstellen und den Versicherungsschutz gefährden. Werden Tarife mit und ohne Gesundheitsfragen direkt miteinander verglichen, sollte der Risikozuschlag bei den Tarifen ohne Gesundheitsprüfung als Gegenleistung für die zusätzliche Sicherheit im Hinblick auf § 19 Versicherungsvertragsgesetz interpretiert werden.

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Wie werden Wartezeiten im Vergleich berücksichtigt?

Icon_Content_KuendigungViele Tarife sehen Wartezeiten vor, während derer der Versicherungsschutz nicht oder nur eingeschränkt gilt. Üblich sind Wartezeiten 1-5 Jahren. Tritt der Versicherungsfall während der Wartezeit ein, erhält der Versicherungsnehmer entweder gar keine Leistung oder lediglich die bis zum Zeitpunkt des Eintritts eingezahlten Beiträge bzw. den bis zu diesem Zeitpunkt angelaufenen Rückkaufwert der Police ausgezahlt.

Beim direkten Vergleich von Tarifen mit und ohne Wartezeit muss der verspätet einsetzende Versicherungsschutz berücksichtigt werden. Eine gängige Möglichkeit dazu besteht darin, die während der Wartezeit zu entrichtenden Beiträge kalkulatorisch den Prämien nach Inkrafttreten des vollen Versicherungsschutzes zuzusagen. Kalkuliert wird dann so, als würde die Versicherung erst nach dem Ende der Wartezeit beginnen.

Ein Beispiel: Ein Versicherungsnehmer schließt im Alter von 65 Jahren eine Sterbegeldversicherung ab, die Beitragszahlungen bis zur Vollendung des 85. Lebensjahres vorsehen. Es besteht die Auswahl zwischen  zwei Tarifen: Ein Tarif mit einer fünfjährigen Wartezeit und ein Tarif ohne jegliche Wartezeit. Beide Tarife kosten 30 € pro Monat bzw. 360 € pro Jahr und 7200 € bis zum Erreichen des 85. Lebensjahres. Für die vergleichende Kalkulation wird nun die für die Gesamtlaufzeit kumulierte Prämie des Tarifs mit Wartezeit auf 15 Versicherungsjahre umgelegt. Es ergibt sich eine jährliche Prämienhöhe von 480 €.

Welche Besonderheiten einzelner Versicherer erschweren den Vergleich?

Der Reiz von Vergleichsrechnern besteht darin, verschiedene Produkte anhand ihrer Kosten auflisten zu lassen. Je heterogener die verglichenen Produkte sind, desto anfälliger ist der Vergleich für Fehler. Das gilt für Sterbegeldversicherungen ebenso wie für alle anderen Produkte. Werden Wartezeiten wie im vorigen Abschnitt beschrieben durch eine kalkulatorischen Verkürzung des Versicherungszeitraums berücksichtigt, muss dies fast immer manuell geschehen. Werden Tarife mit und ohne Gesundheitsfragen direkt verglichen, stellt sich neben der generellen Unterscheidung das Problem der sehr stark differierenden Fragebögen. Einige Versicherer stellen ein bis zwei Fragen, andere 20-30.

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Unter den Tarifen mit Wartezeit finden sich solche mit einem sofort beginnenden Unfallschutz. Der Versicherungsnehmer bzw. seine Hinterbliebenen erhalten die vereinbarte Versicherungssumme dann abweichend von der vereinbarten Karenzzeit sofort, wenn der Tod auf einen Unfall zurückzuführen ist. Wie sinnvoll diese zusätzliche Vereinbarung ist, hängt maßgeblich von bereits bestehenden Unfallschutz ab.

Einige Versicherer räumen ihren Kunden die Möglichkeit zum Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung ein – und zwar auch noch Jahre nach dem Vertragsabschluss. Diese Option kann einen beträchtlichen Mehrwert darstellen und muss im Vergleich insbesondere berücksichtigt werden, wenn noch keine entsprechende Vorsorge besteht.

Eine weitere Besonderheit betrifft das Höchsteintrittsalter bzw. das Alter der Beitragsfreistellung. Fast alle Tarife sehen eine Beitragsfreistellung ab dem 85 Lebensjahr vor. Einige Tarife weichen davon ab und sehen das Ende der Prämienzahlungen bereits beim 65. Lebensjahr vor. Das ist allerdings nur auf den ersten Blick positiv: es bedeutet, dass der Versicherungsnehmer bereits in jungen Jahren die gesamte Versicherungssumme einzahlen muss und einen sehr viel geringeren Risikoschutz in Anspruch nehmen kann.

Wie können Überschussbeteiligungen und Schlussboni prognostiziert werden?

Icon_Content_GebuehrenUnabhängig davon ob eine sofortige Beitragsberechnung vereinbart wird oder nicht spielen die Überschussbeteiligung und der Schlussbonus für die Gesamtentwicklung der Police eine bedeutende Rolle. Weder die laufende Überschussbeteiligung nach der Schlussbonus werden jedoch zu Beginn der Vertragslaufzeit garantiert. Überschussbeteiligungen Schwanken in der Regel nicht stark, sondern folgen längerfristigen Trends. Dennoch lassen sich die zukünftigen Überschüsse eines Versicherers kaum prognostizieren, nicht zuletzt weil die detaillierte Zusammensetzung seines Deckungsstocks nicht bekannt ist.

Ein nützlicher Anhaltspunkt ist der Vergleich der Überschussbeteiligung eines Versicherers der vergangenen Jahre mit denen in der Branche allgemein. Schafft es ein Versicherer, relativ stabile Überschüsse zu erwirtschaften und verfügt er über eine insgesamt gute Position, sind attraktive Ergebnisse auch in der Zukunft wahrscheinlich. Im aktuellen Marktumfeld gibt es allerdings eine Besonderheit zu beachten: Hohe Erträge eines Versicherers können aus der vermehrten Investition in Staatsanleihen aus der Euro-Peripherie  resultieren, die deutlich höhere Renditen einbringen als deutsche Staatsanleihen. Versicherungsnehmer tragen jedoch indirekt Risiken im Zusammenhang mit der Euro-Währungskrise.

Wie lassen sich Zusatzleistungen in den Vergleich einbeziehen?

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Wie auf jedem übersättigten Markt versuchen Sterbegeldversicherer ihre Produkte durch ergänzende Zusatzleistungen attraktiver zu machen. Solche Zusatzleistungen lassen sich in den Vergleich nur mit Einschränkungen einbeziehen. Gängig sind etwa Beratungen zur Erstellung eines Testaments durch Fachanwälte für Erbrecht, Kooperationen mit Bestattungsdienstleistern, Preisgarantien für Bestattungen oder – ohne direkten Bezug zu Sterbegeldversicherung – Bonus- und Rabattprogramme.

Die Betrachtung von Zusatzleistungen macht Sinn, wenn sie sich ausschließlich auf Verträge bezieht, die alle notwendigen Bedingungen erfüllen: ein günstiges Verhältnis von Prämien und Versicherungssumme, angemessene Gesundheitsfragen, faire Wartezeit etc. Kann eine feilgebotene Zusatzleistung dann einen signifikanten Mehrwert bieten, spricht nichts dagegen, die Entscheidung an diese Leistung zu knüpfen.

Fazit

Icon_Content_FazitBeim Vergleich verschiedener Sterbegeldversicherungen sollten Bruttobeiträge verglichen werden, da die Höhe der Überschussbeteiligung für die Zukunft nicht garantiert ist. Wartezeiten können durch eine kalkulatorische Verkürzung des Versicherungszeitraumes berücksichtigt werden. Der Vergleich von Tarifen mit und ohne Gesundheitsfragen ist nie ganz unproblematisch, da der Mehrwert eines Tarifs ohne Gesundheitsprüfung ganz maßgeblich von den individuellen Voraussetzungen abhängt. Auch die Gesundheitsfragen zwischen verschiedenen Versicherern können sich gravierend unterscheiden.

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